SCHWEINE ALLGEMEIN
Hausschweine stammen vom asiatischen und europäischen Wildschwein ab. Wildschweine tummeln sich bereits seit etwa sechs Millionen Jahren in unseren Wäldern. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa über Asien bis Nordafrika.
Schweine haben vielfältigste Verwendungsmöglichkeiten und eignen sich nicht nur in unseren Breitengraden sehr gut als Nutztier.
SYMBOLIK
Um das Schwein gibt es viele Mythen, Symbole und Sprichwörter. Schon die alten Germanen, Griechen und Römer verehrten das Wildschwein als Sinnbild für Kraft und Fruchtbarkeit. Während bei orientalischen Völkern und in der christlichen Mythologie das Schwein negativ bewertet wurde. Heutzutage steht das Schwein vor allem für Glück und Geld, aus diesem Grund vertraut man dem Sparschwein sein mühsam erspartes Kleingeld an.
NUTZUNG HEUTE
Während früher alles vom Schwein verwertet wurde, ist heutzutage in den Industrieländern vor allem die Nutzung von Fleisch wichtig. Schlachtschweine sollen täglich viel zunehmen, das Futter gut verwerten und einen besonders hohen Muskelfleischanteil haben. Weltweit gibt es 150 Rassen, die sich durch Färbung der Haut und der Borsten und Stellung der Ohren unterscheiden. Zu den gefährdeten Rassen zählt das Mangalitza Wollschwein.
FÜTTERUNG DER FERKEL
Das ideale Futter für die Ferkel am Beginn ihres Lebens ist die Sauenmilch. Jedoch wachsen die Ferkel sehr schnell und bald genügt die Muttermilch alleine nicht mehr. Deshalb wird den Ferkeln ab der ersten Woche zusätzlich Futter angeboten. Dazu wird energiereiches und proteinarmes Ergänzungsfutter für Saugferkel verwendet.
Die Ferkel sind sehr empfindlich, was die Fütterung angeht. Deshalb ist eine zu späte Beifütterung, plötzlicher Futterwechsel, zu wenig Wasser zu vermeiden.
DAS VERDAUUNGSSYSTEM
Damit die Schweine mit ihrem Futter glücklich und zufrieden sind, ist es wichtig zu wissen, wie die Verdauung und der Stoffwechsel der Schweine funktioniert. Auch das Fressverhalten spielt eine wichtige Rolle bei der Futteraufnahme.
Das Schwein ist ein hoch entwickeltes Säugetier, dessen natürlicher Lebensraum der Wald ist und das sein Futter im Wurzelbereich findet. Das Schwein erfasst feste Nahrung mit den Schneidezähnen. Dabei beißt es richtig hinein und zerkleinert das Futter anschließend mit den Backenzähnen. Flüssiges Futter wird mittels Zunge und Kiefer aufgesaugt. Wenn dabei Luft mit eingesaugt wird, kommt es zu den typischen Schlürf- und Schmatzgeräuschen. Fertig zerkleinert, temperiert und eingespeichelt wird das Futter abgeschluckt und kommt durch die Speiseröhre in den Magen.
INHALTSSTOFFE
Schweine haben die Anlage, viel Fleisch zu bilden und schnell zu wachsen. Diese Anlagen können aber nur genutzt werden, wenn den Schweinen das richtige Futter mit den richtigen Inhaltsstoffen angeboten wird.
Es besteht also ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Futter und Leistung der Tiere. Der Treibstoff für die Umsetzung von Futtermittel in Fleisch ist die Energie und das Eiweiß, das im Futter enthalten ist.
Damit die Tiere gesund bleiben , müssen sie mit Mineralstoffen und Vitaminen ergänzt werden.
HALTUNG
Das Wohl der Tiere liegt den Landwirten am Herzen. Ob in offenen oder geschlossenen Ställen, ob Einzelhaltung oder Gruppenhaltung, es gilt den Ansprüchen der Schweine gerecht zu werden.
Fühlt sich das Schwein in seiner Umgebung (sau)wohl, fördert das seine Gesundheit. Ist das Schwein gesund, freut sich der Landwirt. Deshalb gehen die Bemühungen der Landwirte meist über die gesetzlichen Bestimmungen der Tierhaltungsverordnung hinaus.
WAS ES SONST NOCH ZU SAGEN GIBT
Schweine können nicht schwitzen. Schweine werden in der Umgangssprache regelmäßig als dumm und dreckig bezeichnet. Verschiedene Untersuchungen legen weder das eine noch das andere nahe.
Schweine, die in ausreichend weitläufigen Ställen gehalten werden, nutzen generell eine Ecke als Kotecke. Ihr Suhlen in feuchtem Schlamm ist eine angeborene Verhaltensweise, die bei hohen Temperaturen ihre Körpertemperatur senkt und sie vor Sonnenbrand schützt.
Das Hausschwein ist die domestizierte Form des Wildschweins und bildet mit ihm eine einzige Art. Es gehört damit zur Familie der Echten Schweine aus der Ordnung der Paarhufer. In einigen Teilen der Welt gibt es freilebende Schweinepopulationen, die aus verwilderten Hausschweinen hervorgingen.
Schweine sind Allesfresser; sie fressen sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung. Das Hausschwein ist eines der am längsten domestizierten Haustiere in der menschlichen Zivilisationsgeschichte und wird seit vermutlich 9000 Jahren zur Fleischerzeugung gehalten.
In Europa und Ostasien ist Schweinefleisch die am häufigsten gegessene Fleischsorte.
Inhalt und Text: www.rund-ums-schwein.at









